Ausstellungen Sonntag 24.09.2017 - Museum für Musikautomaten, Seewen

«Stella, Gloria und Edelweiss – Blechplattenmusik aus der Schweiz». Bis 1. Oktober

Die Erfindung der Lochplatte führte zu einer grossen Konkurrenz für die traditionelle Schweizer Walzenmusikdosen-Produktion. 1885 in Leipzig erfunden, ermöglichte sie die billigere Herstellung von Tonträgern und ein vielfältigeres Musikrepertoire

In den 1880er-Jahren startete die Lochplatte ihre kurze Karriere durch die mechanische Musik. In Leipzig entwickelt, ermöglichte dieses neue vereinfachte System eine billigere Herstellung von Tonträgern und ein entsprechend auch grösseres, variableres und aktuelleres Musikrepertoire. Die Schweizer Hersteller von Musikdosen zur Hauptsache die führenden Firmen Paillard, Mermod Frères und Thorens sahen sich in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts einer wachsenden deutschen Konkurrenz ausgesetzt und bemerkten sehr rasch die sinkenden Verkaufszahlen ihrer traditionellen Walzenmusikdosen. Zunächst setzte man dieser Konkurrenz neue Modelle von Schweizer Musikdosen entgegen, doch bereits in den 1890er-Jahren entwickelten und produzierten auch Schweizer Unternehmen Plattenmusikdosen für den Weltmarkt. 1896 wurde die Plattenspieldose «Stella» an der Schweizerischen Landesausstellung in Genf vorgestellt. Im Unterschied zu den Leipziger Platten wurden für die «Stella» flache gelochte Blechplatten verwendet, ohne Haken auf der Rückseite. Schweizer Plattenspieldosen waren zwar international erfolgreich, doch die Leipziger Instrumente hatten sich einen entscheidenden Vorsprung sichern können.

Plattenmusikdosen dieser Sonderausstellung werden jeweils am Dienstag und Donnerstag um 15.05 Uhr vorgeführt

Wann

24.09.2017, 11:00 - 18:00 Uhr

Weitere Termine

Wo

Museum für Musikautomaten, Seewen

Veranstaltungsort

Museum für Musikautomaten

Bollhübel 1

4206 Seewen

Homepage

Telefon: (061) 915 98 80

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